Belastungsmessung

Abnehmen und Gesundheit durch e-scan Belastungsdiagnostik

 
√úber 80 Prozent der Leute, die sich in einem Fitnessstudio anmelden, einen Personaltrainer aufsuchen oder online Fitnesstipps googeln, haben das Ziel, abzunehmen. Es wird gestrampelt, es werden Hanteln gestemmt und Kursstunden besucht. Nach einigen Wochen erfolgt jedoch meist die Ern√ľchterung: Auf der Waage ist trotz zahlreicher schwei√ütreibender √úbungseinheiten kein Kilo runter. Eher das Gegenteil: Der Trainierende hat das Gef√ľhl, diszipliniert auf die Ern√§hrung achten zu m√ľssen, damit es nicht zur Gewichtszunahme kommt. Werden die Trainer damit konfrontiert, erh√§lt der Trainierende h√§ufig die Antwort, dass nun Muskeln aufgebaut wurden und die sich auf der Waage mit dem durch das Training abgebauten K√∂rperfett ausgleichen, denn Muskeln sind schwerer als Fett. Aha? Andere erfahren, dass f√ľr das Abnehmen die Ern√§hrung verantwortlich ist und ohne Umstellung, sprich weniger Essen, kaum eine Gewichtsabnahme erfolgt. Das wusste man eigentlich auch vorher. Zur√ľck bleibt der entt√§uschte Trainierende. So hat man ihm doch erkl√§rt, dass durch das Training und dem damit verbundenen Muskel- und Kraftzuwachs sich der t√§gliche Kalorienverbrauch erh√∂ht, was zum Abnehmen f√ľhrt. Wieviel muss man dann eigentlich trainieren?

Der Motivation f√ľr das Training gibt das nat√ľrlich einen D√§mpfer, wenn es nicht zu einer kleineren Kleidergr√∂√üe kam. Ab jetzt wird das Training zu einer Frage der Disziplin und der √úberwindung des inneren Schweinehundes.

Was ist passiert? Ist man einfach nur einem Irrglauben aufgesessen und die in den Medien publizierte Aussage, dass vermehrte Bewegung zum Abnehmen f√ľhrt, funktioniert nicht, oder hat man einfach zu wenig getan? Liegt es am eigenen K√∂rper, ist man ein hoffnungsloser Fall?

Wie kommt es zur Gewichtsreduktion?

Um dieses Ph√§nomen zu verstehen, betrachten wir einmal, wie es denn eigentlich zur Gewichtsreduktion kommt. Verlieren m√∂chte man nat√ľrlich das am K√∂rper unsch√∂ne Depofett. Jeder Mensch besteht aus 70 Billionen K√∂rperzellen. Jede K√∂rperzelle ist ein eigenes kleines Kraftwerk, das die Aufgabe hat, Energie zu erzeugen; Energie zum Leben. Um Energie erzeugen zu k√∂nnen, ist nat√ľrlich immer ein Brennstoff notwendig, √§hnlich wie in einem Ofen. Die Zellen gewinnen ihre Energie haupts√§chlich aus Fetts√§ure- oder Glucosemolek√ľlen (Zucker). Diese werden jeweils in der Zelle unter Hinzuf√ľgen von Sauerstoff (O2), welcher aus der eingeatmeten Luft √ľber die Lunge und die Blutbahnen in die Zelle gelangt, oxidiert. Durch die Oxidation wird ein Fetts√§ure- oder Glucosemolek√ľl chemisch zu Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2) umgewandelt. Das Wasser wird √ľber den Urin und das CO2 √ľber die Atmung ausgeschieden. Die freigewordene elektrische Energie bei diesem Vorgang treibt die Zellen an.
Allerdings ben√∂tigen die beiden Energietr√§ger, Fett und Zucker (Kohlenhydrate), unterschiedlich viel O2 zur Energiegewinnung. Ungef√§hr 6 Molek√ľle O2 werden f√ľr die Oxidation von einem Molek√ľl Zucker ben√∂tigt, aber in etwa 22 Molek√ľle O2 sind f√ľr die Energiegewinnung aus einem Fetts√§uremolek√ľl notwendig.

Um Fett als Energietr√§ger f√ľr die Gewinnung von Zellenergie zu nutzen, ist also ungef√§hr 4-mal mehr Sauerstoff in der Zelle notwendig als von Zucker. Nun bekommt man durch intensiveres Atmen nicht unbedingt mehr Sauerstoff in die Zellen. Ausschlaggebend ist vielmehr die F√§higkeit des Organismus, den im Blut vorhandenen Sauerstoff in die Zellen zu transportieren. Diese F√§higkeit ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Es h√§ngt von verschiedenen Dingen ab; ein wesentlicher Grund ist der Trainingszustand der Person. In der Umgebungsluft befinden sich weltweit ungef√§hr 21 Prozent O2 (variiert nur nach H√∂henlage), welches mit jedem Atemzug eingeatmet wird. Eine vern√ľnftig trainierte Person atmet z.B. 15 Prozent O2 mit der Atemluft aus. In diesem Fall sind bei dieser Person 6 Prozent O2 (21 ‚Äď 15 = 6) f√ľr die Energiegewinnung in den Zellen verblieben. Eine andere Person gleichen Alters und Geschlechts atmet allerdings 18 Prozent O2 (dieser Wert wird h√§ufig gemessen) wieder aus. F√ľr die Energiegewinnung sind nur 3 Prozent O2 in der Zelle verblieben.

Vorher sind wir bereits darauf eingegangen, dass die Energiegewinnung aus Fett in etwa 4-mal mehr Sauerstoff ben√∂tigt als von Glucose (Zucker). Wenn nun kaum Sauerstoff in die Zelle kommt, wie soll die Zelle aus Fett Energie gewinnen? Da unser Organismus kreativ ist, wird dieser die Energie aus Zucker verwenden, denn daf√ľr ist weniger Sauerstoff notwendig. Wie soll der Organismus sonst mit dem wenigen Sauerstoff die ben√∂tigte Energie bereitstellen?

Dass sich die Person vielleicht nach Low Carb ern√§hrt, also √ľber die Ern√§hrung wenig Kohlenhydrate aufnimmt, st√∂rt den Organismus kaum. Da der Stoffwechsel-Organismus sehr komplex arbeiten kann, werden Umbauprozesse der Energiequellen eingeleitet mit dem Ziel, am Ende der Zelle doch den O2 sparsameren Zucker als Energiequelle zur Verf√ľgung zu stellen. Zudem sind erst die freien Fetts√§uren an der Reihe bevor es an das Depotfett geht.

K√∂rperfett wird dann trotz Reduktion oder Low Carb Ern√§hrung kaum verloren. Dies f√ľhrt zum ber√ľhmten ‚ÄěSet Point‚Äú. Das bedeutet: Egal wie wenig man auch zu essen scheint, es kommt zu keiner Gewichtsreduktion ab einem bestimmten erreichten K√∂rpergewicht.

Abnehmen ist demnach in hohem Maße von der Fähigkeit des Organismus abhängig, Sauerstoff in die Zellen zu transportieren. Schlanke Menschen bekommen in der Regel mehr Sauerstoff in die Zellen als Übergewichtige. Das macht den Unterschied! Der Sauerstoff gibt den Takt an!

Aber nicht nur f√ľr das Abnehmen ist der Sauerstoffanteil in der Zelle ma√ügebend, auch f√ľr alle anderen gesundheitlichen Parameter. Ein Mensch, der ausreichend O2 in die Zellen bekommt, ist ges√ľnder, voll Lebenskraft und mental stabiler.

√úber die richtige Trainingsintensit√§t kann man Einfluss nehmen darauf, wieviel Sauerstoff w√§hrend des Trainings in die Zellen gelangen soll entsprechend, ob mehr Fett oder Kohlenhydrate f√ľr die Energiegewinnung verwandt werden.

Noch viel entscheidender ist: Durch das Trainieren in der richtigen Trainingsintensit√§t mittels Pulsmessung, kann dem Organismus wieder die F√§higkeit zur√ľckgegeben werden, auch nach dem Training unter Ruhebedingungen mehr Sauerstoff in die Zellen zu transportieren. Durch das richtige Training werden aerobe Enzyme f√ľr den Energietransport in der Zelle gebildet und die Leistungsf√§higkeit der Mitochondrien erh√∂ht. Ein ganz entscheidender Vorteil! Nur so kann auch nach dem Training √ľber Stunden und Tage Fett als Energiequelle verstoffwechselt werden. Dadurch wird Abnehmen und ein ges√ľnderes Leben erm√∂glicht.

Ist-Zustand durch Belastungstest

An dieser Stelle setzt der Belastungstest √ľber Atemgas von e-scan an. Die Personen, f√ľr die ein Trainer ein Trainingsprogramm erstellen soll, sind doch unterschiedlicher als man anfangs glaubt. So beschreibt der √∂sterreichische Fitnesspapst Heinrich Bergm√ľller, Buchautor (‚Äěenorm in Form‚Äú und ‚ÄěFit in 100 Tagen‚Äú) und verantwortlich f√ľr zahlreiche Olympische Medaillen seiner betreuten Sportler, unter anderem Hermann Meier, dass bei seinen Laktatmessungen erhebliche Unterschiede zwischen Personen zu erkennen sind. Heinrich Bergm√ľller hat mit seinem wissenschaftlichen Team Tausende von Laktatmessungen durchgef√ľhrt und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass ohne Messung, wie Muskeln und Zellen unter Belastung reagieren, eine seri√∂se Trainingsplanerstellung nicht m√∂glich ist.

Heinrich Bergm√ľller nutzt haupts√§chlich einen Laktatstufentest. Was ist das? Laktat ist das Salz der Milchs√§ure im Blut; es wird im Muskel produziert, vor allem, wenn der Muskel arbeitet und Kohlenhydrate zur Energiebereitstellung verstoffwechselt werden. Je h√∂her die Leistungsf√§higkeit der Muskelzellen und je besser der Muskel mit Sauerstoff versorgt wird, desto weniger Laktat wird produziert, denn die Energiebereitstellung l√§uft dann verst√§rkt √ľber den Fettstoffwechsel. Ein Laktatstufentest, wird genau wie ein Belastungstest √ľber Atemgas (wie mit e-scan) entweder auf dem Laufband oder am Fahrradergometer durchgef√ľhrt. In festgesetzten Intervallen wird bei der Testperson die Wattleistung oder km/h gesteigert bis die Testperson nicht mehr kann und den Test abbricht. Beim Laktattest wird vom Ohrl√§ppchen mit einem speziellen Papierstreifen Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden abgenommen und der Laktatwert im Blut gemessen. Dies geschieht mit Hilfe eines kleinen Messsystems, in das der Papierstreifen mit Blut gesteckt wird. Mit dem Laktatstufentest kann der Status quo des Muskelstoffwechsels bestimmt werden. So wird die aerobe Schwelle bei 2 mmol/l Laktat und die anaerobe Schwelle bei 4 mmol/l Laktat ermittelt.

Auch der e-scan Atemgastest unter Belastung hat das Ziel, die aerobe Schwelle (Das bedeutet: Unter welcher Belastung und Pulsfrequenz kommt es zur meisten Fettverbrennung in der Zelle) und die anaerobe Schwelle (Das bedeutet: Unter welcher Belastung und Herzfrequenz kommt es zur geringsten Fettverbrennung in der Zelle) zu ermitteln.

So berichtet Heinrich Bergm√ľller, dass er h√§ufig bei 2 gemessenen Personen gleichen Geschlechts, Gewichts und Alters, schon nach 10 Minuten mittelintensiver Belastung, bei einer der beiden, 4 mmol/l Laktat im Blut misst. Was bedeutet, dass die Person einfach nicht mehr kann und das Training abbrechen muss, weil es nun zur √úbers√§uerung des Muskels kommt. Die andere Person aber hat nach einer Stunde den Wert von 4 mmol/l Laktat noch nicht erreicht.

Parallelen zwischen Laktat- und Atemgasmessung

Zwischen Laktatmessungen und Atemgasmessungen gibt es Parallelen. Deshalb k√∂nnen Vergleiche herangezogen werden. Jeder, der schon einmal mit dem e-scan Atemgasmessungen durchgef√ľhrt hat, kann die Parallelen sehr gut nachvollziehen. √úber die Messung des Atems wird der Respiratorische Quotient (RQ) ermittelt. Dieser besagt, dass bei einem Wert von 0,7 und darunter eine nahezu reine Fettverbrennung zur Energiebereitstellung erfolgt. W√§hrend es bei einem Wert von 1,0 und dar√ľber zur nahezu reinen Verstoffwechslung von Zucker zur Gewinnung der Lebensenergie kommt. Dazwischen befinden sich die Mischformen. Vereinfacht ausgedr√ľckt: Die aerobe Schwelle ist demnach der Wert, der w√§hrend des Tests am n√§chsten am RQ von 0,7 liegt, die anaerobe Schwelle liegt nahe am RQ von 1,0.

Schon die Ausgangswerte, also die gemessenen Werte vor der Belastung unter Ruhebedingungen, weichen bei verschiedenen Personen teils gewaltig voneinander ab. So gibt es Personen (nicht wenige), die schon unter Ruhebedingungen einen reinen Zuckerstoffwechsel (RQ 1,0 oder erh√∂hte Laktatwerte) aufweisen und eine sehr schlechte Sauerstoffaufnahme in der Zelle haben. Dass diese mit Belastung und Training anders klar kommen und ein anderes Training machen sollten als eine Person, die sich vor der Belastung im Fettstoffwechsel befindet und gut Sauerstoff in die Zellen bekommt, versteht sich von selbst. Das sieht man aber den einzelnen Personen optisch nicht an. Ohne die Ermittlung des ‚ÄěStoffwechsel- Ist Zustandes‚Äú k√∂nnen aber nur unzureichend differenzierte, auf die Personen abgestimmte, Trainingspl√§ne und Trainingsintensit√§ten erstellt werden.

Viele versuchen, sich zur richtigen Dosierung des Trainings mit Tabellen und Standardformeln zu behelfen. Die bekanntesten sind die prozentualen Trainingspulse, die sich aus dem Lebensalter und den daraus resultierenden Herzfrequenzen errechnen. H√§ufig verwendet wird auch die Karvonenformel zur Bestimmung der Herzfrequenzen. Doch hier handelt es sich um Standard. Wir haben vorher gesehen, dass 2 Personen gleichen Alters, Geschlechts und Gewichts v√∂llig verschiedene Ausgangssituationen haben k√∂nnen und dadurch andere Trainingsintensit√§ten ben√∂tigen. Ohne seri√∂se Stoffwechseltests werden aber nur Standardtrainingspl√§ne entstehen, womit zumindest der √ľberforderte Teil der Menschen, erheblichen Schaden nehmen kann.

Welche Maßnahmen ergeben sich aus einem e-scan Test

Die Personen, f√ľr die Trainingspl√§ne erstellt werden sollen, sind sehr unterschiedlich. Damit die Ziele erreicht werden, muss der individuelle Zustand einer Person ermittelt, die Ziele festgelegt und Kontrollmessungen durchgef√ľhrt werden. Speziell im Fitnessmarkt ist zu beobachten, dass die Betreuung sehr unterschiedlich angenommen wird. Auf der einen Seite entstehen vermehrt Discount- Clubs, die auf Betreuung verzichten, deshalb g√ľnstiger sind und sich eines sehr guten Zulaufs erfreuen. Auf der anderen Seite verzeichnen Personaltrainer eine steigende Nachfrage und k√∂nnen gute Ums√§tze erzielen. Warum? Die Leute wollen L√∂sungen f√ľr ihre Probleme. Die Zeit der Standardbetreuung und der allgemeinen Fitnesstipps, die h√§ufig sehr widerspr√ľchlich sind, ist vorbei. Fachmann- oder: Wir lassen es gleich ist der Tenor! Dabei macht eine seri√∂se Diagnostik den Unterschied. Ein Facharzt unterscheidet sich vom Allgemeinarzt, weil dieser √ľber Diagnostische Apparaturen verf√ľgt.

Mit dem e-scan Belastungstest k√∂nnen Sie in 10 Minuten, von jeder Person durchf√ľhrbar und unblutig, den optimalen Fettverbrennungspuls (OFP, nahe aerobe Schwelle), sowie den h√∂chst intensiven Trainingspuls (HIP, nahe anaerobe Schwelle) ermitteln. Je nach Testergebnis zeigt die Software die Werte der Testperson. Automatisch wird, auf Basis der Testdaten, die Trainingsintensit√§t √ľber Puls f√ľr die n√§chsten 3 Monate vorgeschlagen. Individuelle Pl√§ne bauen auf den Pulsvorgaben auf.

Trainingssteuerung mit dem e-scan

Bei fast allen Belastungsprogrammen steht nach wie vor das Verbrennen von Kalorien im Vordergrund. Man ist der Meinung, dass ein Zusammenhang zwischen Trainingsintensit√§t und Gesundheit ziemlich einfach sei. Hartn√§ckig h√§lt sich der Glaube, dass Abnehmen und Gesundheit, eine Frage der Energiebilanz ist, was dazu f√ľhrt, dass Trainings h√§ufig sehr intensiv durchgef√ľhrt werden, denn die aufgewendete Zeit soll auch etwas bringen. Die Philosophie lautet, ‚Äěmehr bringt mehr‚Äú. Die Ursache liegt darin, dass viele Studien, die zu diesem Ergebnis kommen, keine VO2 max Messungen (wieviel Sauerstoff kommt in die Zelle) durchgef√ľhrt haben, und eher absolute Werte, wie z.B. METs (metabolisches √Ąquivalent) oder eben Kilokalorien pro Minute angegeben werden. Weiterhin haben die meisten Studien weniger die Trainingsintensit√§t als vielmehr die Gesamtaktivit√§t als eine Art Index f√ľr k√∂rperliche Bewegung betrachtet.

Welche Rolle spielen nun die Kalorien beim Training? Bei einem intensiven Training werden bei einer Einheit von einer Stunde ca. 500 Kalorien verbrannt. Gehen wir davon aus, die Person trainiert 3-mal pro Woche, macht das 1500 zus√§tzlich verbrannte Kalorien. Auch ohne Bewegung verbraucht eine Person mit Grund- und Leistungsumsatz ca. 2500 Kalorien pro Tag. Macht pro Woche einen Kalorienverbrauch von 17500 Kalorien. Rechnet man die 1500 Kalorien des Trainings hinzu, ergibt sich ein Kalorienverbrauch pro Woche von 19000 Kalorien. Sollte diese Person auf Grund der Zellleistung aber mit einer geringeren Intensit√§t trainieren, macht dies einen Verbrauch pro Training von vielleicht nur 350 Kalorien aus. Also 450 Kalorien ( 1 Wurstbr√∂tchen) weniger pro Woche. Insgesamt ergeben sich in diesem Fall 18550 verbrauchte Kalorien. Das sind ca. 2 Prozent weniger Verbrauch pro Woche als beim intensiven Training. Wenn es aber durch das zu intensive Training zur Sch√§digung der Zelle durch Stoffwechsel-Abfallprodukte gekommen ist, dann sinkt die F√§higkeit der Zelle, in den Stunden und Tagen danach Sauerstoff aufzunehmen. Dies f√ľhrt in der Folgezeit zu einer √ľberwiegenden Energiegewinnung aus Zucker statt aus Fett, wie bereits erkl√§rt, weil der Sauerstoff fehlt. Damit wird das Ziel abzunehmen durch eine falsche Trainingsintensit√§t verfehlt. Nur damit kein Missverst√§ndnis entsteht: Nat√ľrlich macht es auch Sinn, intensiv zu trainieren und den K√∂rper bis an die Belastungsgrenze zu fordern, egal ob bei Ausdauer oder Kraft. Aber nicht wegen der verbrauchten Kalorien, sondern aus Gr√ľnden der Leistungssteigerung. Dies h√§ngt allerdings von den Zielen der Person und deren Leistungsverm√∂gen ab.

Sauerstoffaufnahme der Zellen als Trainingsphilosophie

Auf Basis des e-scan Test ergibt sich eine andere Trainingsphilosophie. Auf Grund der Testdaten und der persönlichen Ziele der Testperson wird festgelegt, ob es zu einer gesundheitsorientierten oder leistungssteigernden Trainingssteuerung kommen soll. Die Zielsetzung erfordert nämlich durchaus unterschiedliche Trainingsintensitäten.

So hat eine Metastudie von Professor James S. Skinner von der Indiana Universit√§t in Phoenix USA, ver√∂ffentlicht in der Deutschen Zeitschrift f√ľr Sportmedizin, ergeben, dass ein Training bei niederer Pulsbelastung, wie beim optimalen Fettverbrennungspuls, bei fast allen gesundheitlichen Zielen, wie Verbesserungen von hohem Blutdruck, Diabetes, koronaren Herzkrankheiten, arteriellen Verschlusskrankheiten, Schlaganfall und auch beim Abnehmen bessere Ergebnisse erzielen konnte. Liegen allerdings die Ziele bei Fitness- und Leistungssteigerung, dann sind h√∂here Trainingsintensit√§ten angebracht. Doch f√ľr wen ist was sinnvoll und in welcher Kombination?

Der bereits vorgestellte Leistungsdiagnostiker Heinrich Bergm√ľller erzielt mit seinen Spitzenathleten weitere Leistungsspr√ľnge, in dem er diese √ľber einen l√§ngeren Zeitraum in einem niederen Pulsbereich trainieren l√§sst und damit erst einmal die Grundlagenausdauer verbessert. Nach seiner Meinung ist dies auch entscheidend f√ľr den Muskelzuwachs. In vielen seiner Laktattests f√ľhrt er auch Messungen von Ammoniak durch. Ammoniak ist ein Abfallprodukt der Energiebereitstellung und ein Zwischenprodukt des Proteinstoffwechsels. Die aktive Muskulatur und die Leber sind die Hauptproduzenten. Sehr hohe Ammoniakwerte sind Ausdruck einer sehr hohen Belastung. Normal sind Ammoniakwerte von bis zu 10 ug/dl. Bei intensivem Krafttraining treten aber h√§ufig Werte von √ľber 200 ug/dl auf. Ammoniak wird dann verstoffwechselt, wenn k√∂rpereigenes Eiwei√ü zur Energiebereitstellung herangezogen wird. In diesem Fall bewirkt ein zu intensives Krafttraining das Gegenteil. Es kommt einfach nicht zum Muskelaufbau, sondern durch das Training eher zum Muskelabbau.

In seinem Buch ‚Äěenorm in Form‚Äú schreibt Heinrich Bergm√ľller deshalb. Das ‚ÄěWie‚Äú des Trainings ist entscheidend f√ľr den Erfolg. Das ‚ÄěWas‚Äú kommt an zweiter Stelle. Denn nur wenn Sport betrieben wird, der aufbaut, der die Gesundheit f√∂rdert, wird aus der Bewegung die Kraft gezogen, die es braucht, um weiterzumachen, dranzubleiben und das sportliche Repertoire zu pflegen und zu erweitern.

Gegen√ľber anderen Tests basiert der e-scan Belastungstest darauf √ľber die Atemgase, die Sauerstoffaufnahme bei bestimmten Belastungen zu messen und hat das Ziel, die mitochondriale Leistung der Zellen zu steigern. Das bedeutet, richtig dosiertes Training f√ľhrt zu einer besseren Sauerstoffaufnahme der Zellen im Alltag. Eine Woche besteht aus 168 Stunden. Wenn Sie pro Woche 3 Stunden trainieren dann sind f√ľr das Abnehmen und die Gesundheit nicht die 3 Stunden entscheidend, sondern welche Zellleistung haben Sie w√§hrend der restlichen 165 Stunden. Wird in dieser Zeit Depotfett zur Energiegewinnung eingesetzt, dann wird abgenommen. Wenn nicht dann nicht. Die restliche Zeit ist entscheidender als die 3 Stunden des Trainings. Der Ansatz, die Zeit des Trainings aber auch die Zeit danach zu beachten, sollte die Grundlage der Trainingsphilosophie sein.

Deshalb empfehlen wir e-scan Belastungs- und Ruhetests zu kombinieren. √úber einen Belastungstest erhalten sie die optimalen Pulswerte der Testperson. Durch die Atemgasmessung im Ruhezustand k√∂nnen sie die Effektivit√§t und die Auswirkung des Trainings (auch der Ern√§hrung) im Alltag √ľberpr√ľfen.

Eine Trainingssteuerung sollte auf der Frage aufgebaut werden, wie derzeit die Zellen f√§hig sind, Sauerstoff aufzunehmen. Ist ein Organismus √ľberlastet, sei es nun durch k√∂rperliche oder aus mentalen Gr√ľnden, dann ist dies sofort √ľber den Sauerstoffgehalt in den Zellen messbar. Die Trainingsphilosophie √ľber die e-scan Messung basiert auf einer Trainingssteuerung und Planung auf der Basis des Sauerstoffverbleibs in der Zelle. Dies ist eine seri√∂se messbare Gr√∂√üe. Die Wirkung des Trainings kann √ľber die Ver√§nderung der Sauerstoffaufnahme wirksam √ľberpr√ľft und feinjustiert werden.

H√§tte man bei unserer eingangs des Artikels beschriebenen Person die Trainingsintensit√§t auf Basis der Sauerstoffaufnahme erstellt, w√§re wahrscheinlich die Pulsbelastung bei den Trainings anders vorgegeben worden und die Person h√§tte als Belohnung K√∂rperfett verloren und sich zudem besser gef√ľhlt. Der Trainer h√§tte auf Basis der Messungen dem Trainierenden, √§hnlich wie in diesem Artikel, die individuellen Stoffwechselabl√§ufe unter Ruhe- und Belastungsbedingungen erkl√§ren und mit weiteren Tests die Wirksamkeit des Plans √ľberpr√ľfen k√∂nnen.

Der e-scan Test ist ein Begleiter zu einer etwas anderen Trainingsphilosophie: Von der Orientierung des Trainings an Kalorien- und Standardtabellen hin zur Steuerung der Sauerstoffaufnahme der Zellen, unter der Ber√ľcksichtigung der individuellen Leistungsf√§higkeit und der Bed√ľrfnisse des Kunden!

„Sauerstoff ist die Quelle des Lebens aller Zellen. Alle ernsten Krankheiten werden begleitet von niedrigem Sauerstoff-Status. Sauerstoff-Mangel im K√∂rpergewebe ist ein sicherer Indikator f√ľr Krankheit….“

Dr. Stephen Levine,
Ph.D., Molekular-Biologe und Genetiker